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Förderung von Solaranlagen

Solaranlagen sind für viele Privatkundinnen und -kunden eine attraktive Möglichkeit, Stromkosten zu senken und unabhängiger von steigenden Energiepreisen zu sein. Nach wie vor gibt es staatliche Rahmenbedingungen, steuerliche Vorteile und – je nach Region – zusätzliche Förderprogramme. Wer eine Solaranlage plant, sollte die aktuellen Möglichkeiten früh prüfen und Wirtschaftlichkeit, Finanzierung sowie rechtliche Vorgaben vergleichen.

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Warum sich eine Solaranlage weiterhin lohnen kann

Die Kombination aus dauerhaftem Eigenverbrauch, möglichen Einspeiseerlösen und steuerlichen Erleichterungen macht Solaranlagen für viele Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer nach wie vor interessant. Besonders wirtschaftlich ist in der Regel der Strom, den man selbst direkt nutzt, weil dies den Netzstrombedarf senkt.

Immobilienbesitzerinnen und -besitzer profitieren vor allem von

  • der gesetzlich geregelten Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG),
  • steuerlichen Erleichterungen,
  • regionalen Zuschüssen und
  • je nach Vorhaben von günstigen Finanzierungsmöglichkeiten.

Das EEG bildet dafür die zentrale Grundlage. Die konkreten Konditionen hängen allerdings von Anlagengröße, Datum der Inbetriebnahme und Art der Nutzung ab.

Photovoltaikanlagen

Mit Photovoltaikanlagen lassen sich erneuerbare Energien im privaten Wohnbereich sinnvoll nutzen. Photovoltaik erzeugt dabei Strom, der anschließend zum Beispiel für Batteriespeicher oder die Ladeinfrastruktur von Elektroautos genutzt werden kann.

Fördermöglichkeit

Einspeisevergütung nach dem EEG

Wer Solarstrom ins öffentliche Netz einspeist, erhält dafür eine gesetzlich festgelegte Vergütung. Deren Höhe richtet sich unter anderem nach der Größe der Anlage, dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und danach, ob eine Teil- oder Volleinspeisung stattfindet. In der Regel wird die Vergütung 20 Jahre lang gezahlt. Für neue Anlagen gelten dabei die jeweils aktuellen, regelmäßig angepassten Vergütungssätze. Bei privaten Wohnhäusern ist die partielle Einspeisung meist die gängigere Variante: Ein Teil des erzeugten Stroms wird selbst verbraucht, der Rest läuft ins öffentliche Netz.

Fördermöglichkeit

KfW-Finanzierung

Die KfW unterstützt Photovoltaik-Projekte vor allem über Förderkredite. Solche Finanzierungen lassen sich unter anderem für Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Planung, Installation und Netzanschluss nutzen. Es handelt sich dabei meist nicht um einen direkten Zuschuss, sondern um eine Finanzierung zu normalerweise günstigeren Konditionen. Die Beantragung läuft in vielen Fällen über die Hausbank oder ein Finanzierungsunternehmen.

Fördermöglichkeit

Steuerliche Vorteile

Viele private Photovoltaikanlagen profitieren von steuerlichen Erleichterungen. Seit 2023 greift für Photovoltaikanlagen ein Nullsteuersatz bei der Umsatzsteuer. Dadurch entfällt diese auf wesentliche Bestandteile wie Module, Wechselrichter, Speicher sowie Montage und Installation. Das senkt die Anschaffungskosten spürbar. Zusätzlich gibt es bei kleineren privaten Anlagen häufig Vereinfachungen im Hinblick auf die Einkommensteuer, wodurch die aufwendige steuerliche Gewinnermittlung unnötig ist.

Fördermöglichkeit

Regionale Förderprogramme

Neben bundesweiten Regelungen bieten Bundesländer, Städte und Kommunen auch eigene Förderprogramme an. Gefördert werden je nach Region zum Beispiel Batteriespeicher, Balkonkraftwerke, Dachbegrünung in Verbindung mit Photovoltaikanlagen oder Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Diese Programme sind oft zeitlich begrenzt, regional sehr unterschiedlich und schnell ausgeschöpft. Deshalb lohnt sich eine frühzeitige Prüfung der lokalen Angebote.

Voraussetzungen für die Förderung

Wer Förderungen nutzen möchte, sollte folgende Punkte frühzeitig beachten:

  • Förderanträge möglichst vor Projektstart stellen,
  • den Netzanschluss rechtzeitig anmelden,
  • technische Anforderungen genau prüfen,
  • Förderbedingungen sorgfältig lesen und
  • Fristen sowie Nachweispflichten berücksichtigen.

Wichtig: Häufig ist eine nachträgliche Antragstellung ausgeschlossen.

Lohnt sich ein Batteriespeicher?

Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms. Dadurch muss weniger Strom aus dem Netz bezogen werden, was die laufenden Kosten senken kann.

Ein Speicher ist vor allem dann sinnvoll, wenn

  • tagsüber nur wenig Strom verbraucht wird,
  • ein Elektroauto vorhanden ist,
  • eine Wärmepumpe genutzt wird oder
  • die Strompreise langfristig weiter steigen.

Ob sich ein Speicher wirtschaftlich lohnt, hängt jedoch stark vom individuellen Verbrauchsprofil und von der Speichergröße ab.

Wichtige Änderungen durch das Solarspitzengesetz

Mit dem sogenannten Solarspitzengesetz wurden neue Regeln für Photovoltaikanlagen eingeführt. Ziel ist es, die Netzeinspeisung besser zu steuern und das Stromnetz zu stabilisieren.

Für neue Anlagen können unter anderem zusätzliche Anforderungen gelten, etwa

  • intelligente Messsysteme,
  • technische Steuerbarkeit und
  • eine Begrenzung der Einspeiseleistung, sofern die passende Technik fehlt.

Außerdem entfällt bei negativen Strompreisen eventuell zeitweise die Einspeisevergütung. Der Förderzeitraum wird dafür entsprechend verlängert. Welche Regelungen im Einzelfall gelten, hängt vom Datum der Inbetriebnahme, der Anlagengröße und der technischen Ausstattung ab.

Für wen eignet sich eine Photovoltaikanlage?

Eine Photovoltaikanlage ist besonders interessant für

  • Eigentümerinnen bzw. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern,
  • Haushalte mit hohem Stromverbrauch,
  • Nutzerinnen und Nutzer von Elektroautos,
  • Haushalte mit Wärmepumpe oder Wallbox und
  • Personen mit langfristiger Wohnperspektive.

Auch kleinere Lösungen wie Balkonkraftwerke gewinnen an Bedeutung, vor allem in Eigentums- und Mietwohnungen.

Solarthermieanlagen zur Solarenergienutzung

Neben Photovoltaikanlagen spielen auch Solarthermieanlagen eine wichtige Rolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien im privaten Wohnbereich. Während Photovoltaik Strom erzeugt, wird bei der Solarthermie die Sonnenenergie zur Wärmegewinnung genutzt – insbesondere für die Warmwasserbereitung und zur Unterstützung der Heizungsanlage.

Förderung von Solarthermieanlagen

Eigentümerinnen und Eigentümer von Solarthermieanlagen können ebenfalls von verschiedenen Fördermöglichkeiten profitieren. Besonders relevant sind dabei Förderprogramme für klimafreundliche Heizsysteme und energetische Sanierungen. Unterstützt werden unter anderem

  • Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung,
  • Kombinationsanlagen für Warmwasser und Heizungsunterstützung,
  • die Einbindung in bestehende Heizsysteme sowie
  • kombinierte Lösungen mit Wärmepumpen oder modernen Heizungen.

Die Förderung erfolgt häufig über Zuschüsse oder vergünstigte Kredite. Entscheidend sind dabei unter anderem die Größe der Anlage, die technische Ausführung und die Einhaltung bestimmter Effizienzanforderungen.

Wann sich Solarthermie lohnt

Solarthermieanlagen können die Heizkosten deutlich senken, da insbesondere in den wärmeren Monaten ein großer Teil des Warmwasserbedarfs durch Sonnenenergie gedeckt wird. In Kombination mit einer modernen Heizungsanlage lässt sich zusätzlich der Verbrauch fossiler Energieträger reduzieren.

Besonders sinnvoll ist Solarthermie häufig für

  • Einfamilienhäuser mit hohem Warmwasserbedarf,
  • Haushalte mit mehreren Personen,
  • Gebäude mit bestehender oder geplanter Wärmepumpe,
  • Eigentümerinnen und Eigentümer mit langfristiger Nutzungsplanung und
  • energetisch sanierte Gebäude.

Ob sich die Investition wirtschaftlich rechnet, hängt von Faktoren wie Dachausrichtung, Wärmebedarf, Energiepreisen und dem Zustand der vorhandenen Heiztechnik ab.

Kombination von Photovoltaik und Solarthermie

In vielen Fällen ist die Kombination aus Photovoltaik und Solarthermie sinnvoll. Während die Photovoltaikanlage Strom für Haushalt, Elektroauto oder Wärmepumpe liefert, unterstützt die Solarthermie die Wärmeversorgung des Gebäudes. Dadurch lässt sich der Anteil selbst erzeugter Energie insgesamt erhöhen. Welche Lösung am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Anforderungen, dem Energieverbrauch und den baulichen Voraussetzungen ab. Eine fachkundige Energieberatung unterstützt dabei, die wirtschaftlich und technisch passende Kombination zu finden.

Fazit

  • Die Förderung von Solaranlagen ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftlichkeit privater Photovoltaikprojekte.
  • Neben der Einspeisevergütung profitieren viele Haushalte von steuerlichen Vorteilen, regionalen Förderungen und geeigneten Finanzierungsmöglichkeiten.
  • Wer früh plant und die passenden Programme kombiniert, kann die Einstiegskosten deutlich senken und die Investition besser absichern.
  • Neben Photovoltaikanlagen bleiben Solarthermieanlagen ein wichtiger Bestandteil moderner Energieversorgung im Eigenheim. Staatliche Förderungen, steuerliche Vorteile und regionale Programme können auch hier die Investitionskosten reduzieren und den Umstieg auf erneuerbare Energien erleichtern.
  • Wer Strom- und Wärmeversorgung sinnvoll kombiniert, senkt Energiekosten langfristig und erhöht die Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen.
  • Eine individuelle Beratung hilft dabei, die technisch und finanziell sinnvollste Lösung für die eigene Situation zu finden.